Flora Watzal

Parabol
1999 6' 11''

Aufnahmen von 27 Satellitenschüsseln, die an verschiedenen Orten angebracht sind, vereinigen sich mittels langsamer Überblendungen einzelner Bilder zu einem stetigen Bilderfluss. Jede dieser Satellitenschüsseln wurde über den Schnitt exakt ins niemals verrückte Zentrum des Bildes montiert. So erscheint die Parabolantenne als zentrale Mitte des Films. Damit fügt sich auch diese Arbeit in eine Serie von Videoprojekten Watzals, in denen das Konzept vom Bild als ,Fenster zur Welt‘ hinterfragt wird. Was normalerweise in der digitalen Bilderwelt verdeckt zur Erzeugung von Illusionen eingesetzt wird, dient ihr zur Konstruktion und Auflösung eines Gegensatzes von Künstlichkeit und Wirklichkeit.

„Selbst bleiben diese Spiegel zumeist ,unsichtbar‘, werden, als immer wiederkehrende Elemente der täglichen Wahrnehmung, aus dieser ausgeblendet. Es gäbe auch wenig zu entdecken an ihnen, würden sie nicht als formale Elemente plötzlich das Bildfeld strukturieren. Dann sieht man, was sie verdecken, dann geben sie eine Perspektive vor, die den Bildausschnitt und die Brennweite bestimmt [...]“ (Vrääth Öhner)

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